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Joggen macht den Kopf frei ...

 

... doch möchtest Du Körperfett verlieren, bringt Dir das Laufen nicht viel.

Joggen und Abnehmen = eine unendliche Geschichte.

 

Vor 4 Tagen kam ich aus dem "Women´s Health Camp" in Andalusien zurück. Eine Woche Sport und Bewegung mit 170 Teilnehmerinnen, die optisch unterschiedlicher nicht sein könnten. Jedes Alter, jedes Gewicht und jedes Sportlevel war vertreten. Einfach ein Querschnitt durch unsere deutsche Bevölkerung. Das macht auch die Arbeit für mich als Trainerin so spannend. Wie überzeuge ich jede Altersgruppe zu intelligentem Training? Doch was benötigt der gesunde Körper, neben Spaß an Bewegung, überhaupt? Für mich ist es eindeutig: Krafttraining! Ein gezieltes Training unserer Muskulatur und die dazu passende Ernährung. Damit sind wir kraftvoll im Leben, fit für unseren Alltag und schmerzfrei in der Bewegung... und die gewünschte Optik gibt es dann gratis mit dazu.

 

Ein beiläufiges Gespräch einer Teilnehmerin, ich würde sagen wir waren fast der selbe Jahrgang (1973), brachte mich allerdings nachhaltig zum Überlegen. Ich kenne eigentlich keine Frau die ganz selbstsicher und in voller Überzeugung über sich sagt: "Ich finde meinen Körper perfekt, wie er ist!" Ein unzufriedenes "aaaber" und danach ein beschwichtigendes "Ja ich weiß, das ist jammern auf hohem Niveau." kommt eigentlich immer. Doch was fand ich so grotesk am Gespräch, das es mir nun sogar einen Blog Artikel wert ist?! Die absolute Überzeugung der Camp Teilnehmerin mit Joggen abzunehmen und das sie unbedingt viel weniger essen müsste. Kraftsport lässt sie ganz schnell viel zu viele Muskeln aufbauen, das mag sie nicht, ihre Arme wären eh schon viel zu dick! Deshalb kein Interesse an den Kraftkursen im Camp. Meine unterrichteten Kettlebell Stunden waren somit raus. Hm, sehr schade. Ich hätte sie so gern zu einem Umdenken bewegt. Doch sie bestand auf Ihrer Ansicht, nur mit Joggen und wenig Essen nimmt sie ab. Das hat früher doch auch immer gut funktioniert. Oh ja, früher hat so einiges funktioniert! *hust, zwinker, smiley

 

Grundsätzlich akzeptiere ich jede Meinung, wenn es um die eigene Körperwahrnehmung geht. Die Geschmäcker sind da einfach zu verschieden. Doch sollte Frau bei all dem Körperwahn auch die Gesundheit nicht aus den Augen verlieren. Wir essen nicht der Optik wegen, sondern um gesund und voller Lebensenergie zu sein. Energie bringt uns nährstoffreiche Kost. Kein dauerhaftes Hungern und aus Angst vor Gewichtszunahme nur noch am Salatblatt knabbern. Deshalb nun ein paar wichtige Fakten zum Mythos "Lauf dich schlank" und die Veränderungen mit dem Alter.

 

Laufen ist gesund:

Kann ich so nicht bestätigen, keinesfalls für die Mehrzahl der Läufer. Was man da täglich beim Hundespaziergang sieht... nein!, keinesfalls gesund. Übergewichtige Menschen sollten nicht joggen. Auch wenn es vermeintlich die schnellste Art und Weise ist, in Bewegung zu kommen. Discount Turnschuhe an und ab geht es in den Park. Was man da an diversen Laufstilen beobachten kann, ist schon fast einen eigenen Blog Post wert. Glaube es mir, X-Beine sind weder schön noch gesund. 

Auch die Aussage "Herzkreislauf Training" stimmt so nicht ganz, gibt es doch viel effektivere und abwechslungsreichere Möglichkeiten das Herz zu trainieren, als stumpf durch die Gegend zu laufen. Mit Intervall Training erreichst Du da in viel kürzerer Zeit viel mehr. Bevor ich mir den Unmut aller Läufer auf mich ziehe, ein kleiner Einlenkversuch: möchtest Du bei einem (Halb) Marathon mitlaufen, ja dann musst Du laufen. Genießt Du tatsächlich die Ruhe, die Freiheit und die klare Luft beim Waldlauf, ja dann lauf. Ich möchte Dich dann auch nicht abhalten. Meine Beobachtungen sind hingegen die: gequälte Gesichter und eher ein "ich muss das jetzt tun", weil Laufen ist ja gesund.

 

Früher mal 2 Tage weniger gegessen und direkt 2 Kilo runter:

Früher war alles besser, sogar der doofe Stoffwechsel. Wer kennt es nicht? Nach einer Zeit der Völlerei und dem Schreck auf der Waage, kurzzeitig essenstechnisch zusammengerissen und schon waren die überflüssigen Kilos wieder runter. Heutzutage mit Ü40 funktioniert dieser Plan leider nicht mehr. Warum nur?! Fakt ist: mit dem Älter werden verlieren wir nicht nur Muskulatur und der Stoffwechsel verlangsamt sich (jedes Jahrzehnt um 5% und das schon ab Mitte 20), sondern auch unser Hormonspiegel verändert sich. Dabei ist eine unausgeglichene Hormonbalance maßgeblich an einer unerklärlichen Gewichtszunahme oder Schwierigkeiten beim Abnehmen beteiligt. Doch was hilft Dir nun definitiv dabei, wenn Du Gewicht verlieren willst? Kraftsport! Mehr Muskulatur, ist gleich mehr Energieumsatz in Ruhe und natürlich auch beim Training. Das heißt, Deine Muskulatur formt nicht nur Deinen Körper, sondern verzeiht Dir auch die ein oder andere Schokoladen Sünde. Wie Du sinnvollerweise trainieren solltest, dazu findest Du einige Posts hier auf meinem Blog. Es ist nie zu spät mit dem Krafttraining zu starten. Fang einfach an! Der Fortschritt wird nicht lange auf sich warten lassen. Tipp: lass Dich auf einer Körperanalyse Waage wiegen und schau genau auf Deine Körperzusammensetzung. Das Körpergewicht ist relativ, die Veränderung ist entscheidend. Jedes Quartal eine neue Messung wird Deine Motivation halten.

Ab ca. 40 Jahren beginnt die Prämenopause. Doch Beschwerden, Schmerzen, Lustlosigkeit, Stimmungsschwankungen und depressive Phasen müssen nicht als normal hingenommen werden. Solltest Du das Gefühl haben, das Deine Hormone nicht im Gleichgewicht sind, dann werde unbedingt aktiv und verändere Deine Lebensgewohnheiten! Überdenke Deine Ernährung, selektiere Stress, schaffe Dir Auszeiten die Dir gut tun und wichtig, achte auf ausreichenden Schlaf. Im Schlaf arbeitet unser Körper auf Hochtouren, es werden Abfallstoffe aus unserem Körper beseitigt und Hormone ausgeschüttet, die wichtig für unsere Regeneration sind. Auch steigt bei erholsamen Schlaf die Melatonin Produktion, ein wichtiges Anti-Aging Hormon. Dein Lifestyle hat den größten Einfluss auf Deine Gesundheit, Deine Hormone und Dein Wohlbefinden. Mein Leitsatz ist "Ich lebe nur einmal und da möchte ich Spaß haben und glücklich sein!" Jeder trifft für sich die Entscheidungen für sein Leben. Mach es für Dich. 

 

Foto: Oktober 2019 in Andalusien, mit 46 Jahren. 

 

Schlank bleiben im Alter:

Zurück zur Teilnehmerin vom "Womens Health Camp". Ich möchte noch eine kurze Definition zum Thema "muskulöse Arme" loswerden. Es verfolgt mich schon seit Anfang an meiner Trainertage:

"Frauen und die Angst vor zu viel Bizeps". Und da komme ich nun wieder zurück zu meiner Altersklasse, denn nun muss der Arm unbedingt trainiert werden, möchtest Du nicht mit einem "Bingo Ärmchen" (*ich liebe es) winken. Unsere Haut verliert an Spannkraft, das Bindegewebe erschlafft und die natürliche Kollagenproduktion lässt nach ... schrecklich, wenn man das so liest. Doch zum Glück kann man etwas dagegen tun: richtig, Krafttraining! und seit neustem nehme ich auch Kollagenpulver verrührt in meinem Bulletproof Coffee. *weiter unten findest Du Definition und Rezept

 

Gezieltes Armtraining strafft und formt den Oberarm. Hast Du jetzt einen muskulösen, super definierten, von Adern durchzogenen Bizeps im Kopf, kann ich Dich beruhigen. Den zu bekommen ist knallharte Disziplin und auch Verzicht, das schafft wohl nur Madonna mit Ihren über 60 Jahren. ;)

Mir geht es lediglich um Form und da finde ich persönlich, ein Frauenarm darf auch nach Training aussehen. Ist der Oberarm im Umfang ohne Training schon zu dick, dann ist er zu fett und hat auch zu viel Wasser eingelagert. An beiden Punkten kann man arbeiten. Mit Training und Ernährung. 

Interessanterweise hat die Fettverteilung im Körper ihren nachweisbaren Grund. An späterer Stelle werde ich hier noch in einem Blog Artikel mehr zum Thema "Hautfaltenmessung" schreiben. Auch da sind Lifestyle, Hormone und Ernährung von entscheidender Bedeutung. Du siehst, möchtest Du noch lange Zeit Deine Attraktivität und Vitalität bis ins hohe Alter erhalten, ändere ein paar Dinge Deines Alltags. Ein Satz aus dem Buch von Sara Gottfried blieb mir im Gedächtnis "Tatsächlich ist es eben leichter, das Leben zu verkürzen als es zu verlängern." Damit hat sie definitiv recht.

 

 

Mal was zum Schmunzeln, beim Mythos "schwere Knochen" schießt mir sofort immer dieses Bild in meinen Kopf. Ich finde es so passend. Wer glaubt eine besonders massive Skelettmuskulatur zu haben, der schaut dann wohl so im Röntgenbild aus. Ein Unterschied von dichter und stabiler Knochenstruktur zu zierlich gebaut, macht nur max. 2kg aus. 

 

Die "schlechten Gene" sind dran schuld. Klar, schieb den Ball nur weiter... die bösen Gene!

Fakt ist: eine ungünstige Genetik macht nur 3% vom Anteil bei Übergewicht aus. 80% Essen.

20% Lifestyle (dazu zählt die Genetik) mit Bewegung, Schlaf, Stress und Hormone.

 

 

Quelle: "10 Jahre jünger! So steuern Sie Ihre Gene und senken Ihr biologisches Alter" von Sara Gottfried

(Amazon Link siehe unten)

 

Bulletproof Coffee: der "kugelsicherer Kaffee"

Der Unternehmer Dave Asprey lies sich beim Rezept eigenen Angaben zufolge vom Buttertee der tibetanischen Sherpas insperieren. Das Bergvolk aus dem Himalaya zieht seine Energie vor allem aus kräftigem Tee, der mit einem guten Stück Yak-Butter versehen ist. Fett als Energielieferant. 

Mit einem morgentlichen Bulletproof Coffee bekommst Du auch einen ordentlichen Energieschub und Dank Fett auch ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Ich nutze dies, wenn ich morgens früh zu Klienten fahre und Mittags erst wieder zum Essen komme. Mein Bulletproof Coffee:

  • frisch gemahlener und aufgebrühter Kaffee
  • 1 Eßlöffel Butter (Weidekühen)
  • 1 Eßlöffel Kokosöl
  • 2 Teelöffel Kollagenpulver (Weidehaltung)
Das Kokosöl besteht aus MCT-Öl, was sofort vom Körper verwertet werden kann. Gleichzeitig bringt das Öl den Vorteil mit sich, das es nicht als Fett im Körper eingelagert wird, sondern die Fettverbrennung ankurbelt. Das Kollagen ist ein leicht verdauliches Eiweiß und verbessert die Struktur von Haut, Haaren und Nägeln. Da mit dem Älterwerden die körpereigene Kollagen Produktion nachlässt, supplementiere ich natürliches Kollagen. Qualitativ hochwertiges Kollagenpulver klumpt nicht und ist absolut geruchs-und geschmacksneutral. Meine Wahl findest Du am Ende des Artikels. Ob es tatsächlich aufpolstert und strafft, wird sich zeigen. :)

 

Hier findest Du ein paar meiner Amazon Link Empfehlungen zum Thema: 


 

Möchtest Du Abnehmen ohne zu joggen? Suchst Du kompetente Unterstützung beim Kraftraining, bei gesunder Ernährung oder für eine ausgegliche Hormonbalance? 

Dann melde Dich doch einfach bei mir: Pia Scherenberger - Personal Training

Entweder per Telefon: 0172 3261418 oder mittels unverbindlichem Kontaktformular. 

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Mit diesem BLOG versuche ich mit Irrtümern, Mythen aufzuräumen. Interessiert es Dich folge mir auf Facebook oder melde Dich für meinen Newsletter an, um keinen weiteren Post zu verpassen. 


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Kommentare: 2
  • #1

    Das Lauferei (Donnerstag, 07 November 2019 13:20)

    Sehr schön geschrieben, Pia!
    Aus meiner Sicht als (auch-) Läufer würde ich noch anmerken, dass Ausdauersportarten i.d.R. eben sehr ökonomische Formen der Bewegung sind. Wenn wir beim Laufen bleiben, verbrutzelt der Körper pro Zeiteinheit deutlich weniger Kilojoule als eben beim Krafttraining.

    Ich erinnere mich übrigens an eine Unterhaltung mit einer Frau, die "Angst" vor zu großen Muskeln hatte. Ich wies sie auf gut trainierte Sportlerinnen (z.B. Klettern, Triathletinnen, Schwimmerinnen usw) und deren Trainingspensum hin. Motto: Die reißen sich zehn, zwanzig Stunden in der Woche den A.... auf und du willst ein Zehntel der Zeit investieren. Wovor hast du Angst?
    Mittlerweile trainiert sie begeistert mit ihren Kettlebells. :-)

    Ciao,
    Harald

  • #2

    Coach PSPT (Donnerstag, 07 November 2019 16:55)

    Vielen lieben Dank Harald für Dein Feedback. Freut mich sehr, das Du es als (Extrem)Läufer genau so siehst. Wie bei allem, die Technik macht es: Laufen, Kettlebell, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen... kochen. :) … Du musst wissen wie es geht. Danach kommt die Übung.

    Die beschriebene Angst und der Vergleich mit Spitzensportlern und deren Optik kenne ich auch. Wer nicht ansatzweise schon einmal auf Leistungsebene trainiert hat, kann gar nicht nachvollziehen was dieses Trainingspensum heißt. Wie Du schreibst, 20h kommen da locker in einer Woche zusammen. Also völlig unrealistisch, dieser Vergleich. Schön das Du die Dame überzeugen konntest. Ich freue mich auch immer über jede Frau die Ihre Einstellung zu Gewichtstraining ändert.

    Liebe Grüße, Pia.