· 

Hüftspeck? Warum nehme ich nicht ab?!

 

Welchen Satz hört man wohl als Personal Trainer am allermeisten... und bekommt oft schon des Rätzels Lösung mit präsentiert? "Ich esse doch schon gar nicht mehr viel !!!" wird direkt im Nebensatz mit hinterher geschoben. Hmmmm, irgendwas stimmt da nicht. Aber was wohl?!?

 

Es gibt Hunderte von Ansätzen für eine Ernährungsumstellung und es gibt Tausende von Tipps im Internet nachzulesen und bist Du Zeitungsleserin, dann gibt es wöchentlich ein neues Abnehm- Programm für Dich. Funktioniert dabei irgendetwas dauerhaft? Ich sag mal so, bei mittlerweile über 50% Übergewicht und Fettleibigkeit in der Deutschen Bevölkerung, wohl eher nicht wirklich.  

Quelle: Statistisches Bundesamt
Quelle: Statistisches Bundesamt

 

Die Zahlen entwickeln sich Jahr für Jahr immer mehr nach oben, trotzdem jede 3. Frau regelmäßig eine neue Diät verfolgt. Ich möchte Dir mit dem folgenden Artikel gar nicht den 1001 Tipp geben, denn Ernährungspläne ohne persönliche Sportbetreuung gibt es von mir nicht. Für mich gehört zum Abnehmen die passende Ernährung und das richtige Training fest zusammen. Möchtest Du dauerhaften Erfolg bei Deiner Figur-Veränderung, dann Bedarf es einer Lebensumstellung, einem Umdenken, einem Prioritätenwechsel. Ich möchte regelmäßiges Feedback meiner Klientinnen und das kann ich dann am Besten sehen, wenn wir regelmäßig zusammen trainieren. Mein Ziel ist es hier, das Du, die Frau ab 40+ Jahren, Deinen Körper verstehen lernst und wieder positiv beeinflusst.

Die Ernährung und das Sportprogramm sind Bausteine davon, doch es gibt noch weitere Faktoren: Deinen Stresslevel, Dein Lifestyle und Deine unvermeidlichen Hormonveränderungen machen es jetzt Deinem Körper viel schwieriger ins Gleichgewicht zu kommen. Aber keinesfalls unmöglich! 

 

Ich würde Dich gerne hier in meinem Blog an meinen Erfahrungen und Weiterbildungen teilhaben lassen. Denn in meine Arbeit als Personal Trainerin mischen sich immer mehr diese Themen, nur Training allein reicht schon lange nicht mehr. Ich sehe mich als Betreuung und Beraterin in den verschiedensten Lebensbereichen. Doch ziehe ich natürlich auch klare Grenzen meiner Kompetenz und der eines gut ausgebildeten Arztes und/oder Therapeuten. Der Arzt als "Architekt" und ich als die "Bauaufsicht", meiner Meinung nach baut und (kern)saniert man so die schönsten Häuser.

 

Warum die Frau ab 40+ Jahren?, das hasst Du Dich bestimmt schon oben beim Lesen gefragt. Zum einen werde auch ich nicht jünger und diese Themen betreffen auch mich. Mit mittlerweile 46 Jahren kann ich mich in viele Problematiken meiner Klientinnen gut reinversetzen oder kenne sie selbst auch, anders als dies noch mit Anfang 30 war.  

 

Letztes Wochenende (Ende Januar 2020) war ich auf einer Weiterbildung in Hamburg zum Thema "Hormonelle Dysbalancen bei Frauen". Anwesend waren in großer Überzahl Heilpraktikerinnen, zwei Frauenärztinnen, ein Neurologe. Bei 130 Teilnehmern fand ich den Ärzteanteil sehr gering und zeigte mir auch wieder ganz deutlich, wie schwer es ist einen guten Mediziner zu finden, der auf dem neusten Stand der Forschung und Entwicklung ist. Fortbildung und Spezialisierung ist wichtig.

 

Drei wichtige Erkenntnisse aus diesem Seminar-Wochenende:

  • über 75% aller Frauen im gebärfähigem Alter leiden an PMS (Prämenstruelles Syndrom)

Das ist wie ich finde schon eine krasse Zahl und besonders betroffen sind Frauen über 35 Jahren.

Ich gehöre zu den glücklichen 25% und bisher waren für mich viele Symptome gar nicht so greifbar, da ich immer Beschwerdefrei war. Mein Zyklus verlief immer unauffällig ab und ich konnte die Uhr nach meiner Blutung stellen. Ich habe in diesen Tagen zwar kein Leistungshoch, aber auch keine bemerkenswerten Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Migräne, Kopf-/ Brust-/ Bauch und/oder Rückenschmerzen, Schlafstörungen oder extreme Heißhungerattacken. Okay, manchmal überkommt auch mich die große Lust auf Süßes und da ist dann mit Sicherheit nicht bei nur einem Stückchen Schokolade Schluss. Doch die überschüssige Energie wird dann einfach wieder am nächsten Tag beim Sport verbrannt. Mich hat dadurch noch kein schlechtes Gewissen geplagt. Ich gönne mir dann einfach den Zuckerschock, sonst komme ich nämlich durch Verzicht schlecht drauf... und das möchte ich meinem Umfeld nicht zumuten! 

 

Doch seit Beginn meiner *Perimenopause stelle ich logischerweise fest, das mein Zyklus schwankt. Nicht stark und auch nicht ungewöhnlich, wahrscheinlich wäre es mir noch gar nicht mal so aufgefallen, wenn ich es mir nicht seit gut 2 Jahren notieren würde. Aber es schwankt von Zyklus zu Zyklus schon zwischen 23-33 Tagen, einmal 38 Tage. Hatte ich früher geschlafen wie ein Stein, wache ich mittlerweile ab und an mitten in der Nacht auf und stelle auch seit geraumer Zeit eine gewisse "Wetterfühligkeit" mit dem Resultat von leichten Kopfschmerzen fest. Aspirin wirkungslos. Ganz selten, und da bin ich wirklich froh darüber, kommt grundlos ein Anflug von Melancholie.  Hormonbedingt, klar, aber aus diesem Zustand muss ich mich direkt wieder raus befördern. Sport ist mir da eine große Hilfe. Bin ich doch gar nicht der Typ, der großartig emotional schwankend ist. Doch das ist alles harmlos, wenn man hört wie Frauen leiden können, wenn Ihr Körper sich hormonell verändert. Schleichende Gewichtszunahme, schmerzhaftes Brustspannen, Zysten in der Brust und an den Eierstöcken, Myome in der Gebärmutter, Energieverlust bis hin zu Depressionen.

 

*Perimenopause:

Beginn ab dem 35./40. Lebensjahr. Danach durchläuft die Frau ca. 10-12 Jahre eine hormonelle Veränderung. Es kommt zur sogenannten Östrogendominanz, ein Ungleichgewicht der Hormone Östrogen und Progesteron. Das Progesteron (auch Gelbkörperhormon genannt) nimmt langsam ab, da nicht mehr jeder Monatszyklus einen Eisprung hat oder die Bildung des Gelbkörpers (die verbliebene Eihülle des Follikels nach dem Eisprung) gestört sein kann. 

 

! Da ich aus eigener Erfahrung weiß, wie wenig wir Frauen doch über unseren eigenen Zyklus wissen, habe ich dazu einen eigenen Artikel zu diesem Thema erstellt. 

 

  • Basics First

Im Sport für mich eine ganz klare Anweisung. Ob es sich dabei um das Erlernen von Kraftübungen handelt, oder der Beginn einer nötigen Supplementierung. Auch hier, im Kreis der Fachärzte und Heilpraktiker wurde immer wieder auf die Wichtigkeit der Basis hingewiesen. Mehrfach!

  • Darmgesundheit
  • Säure/Basen-Haushalt
  • Entschlacken
  • Entgiften
  • Mikronährstoffe

Erst dann sollten neben einer möglichen Stressreduktion, Ernährungsumstellung, sinnvollem Kraftsport und dem richtigen Auslesen des Labor-Berichtes Medikamente zum Einsatz kommen.

 

Darmgesundheit: in unserem Darm befinden sich nahezu 80% aller Immunzellen und somit ist er der größte Teil unseres Immunsystems. Bei einer gestörten Darmflora, durch falsche Ernährung, ungesunder Lebensstil, aggressive Krankheitserreger oder Medikamente (Antibiotika, Kortison), können die gesundheitsfördernden Mikroorganismen die Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen, verdauen und auch verwerten. Ein Mangel droht und auch eine Zunahme an diversen Krankheiten.

Übersäuerung und Entschlacken: Bei der Verdauung und Verstoffwechselung gesunder Nahrung fallen zwar auch einige wenige unbrauchbare oder auch giftige Stoffe an, doch schafft es unser Körper sie schadlos zu neutralisieren und wieder auszuscheiden. Anders sieht es bei einer ungesunden Ernährung und auch einer ungünstigen Lebensweise aus. Der Verzehr von säurebildenden Nahrungsmitteln beschleunigt die Übersäuerung des Körpers und es fallen Schlacken an. Da diese dann ja auch irgendwohin müssen, bietet sich unser Bindegewebe an. Cellulite entsteht. Auch werden sie in die Gelenke gepackt, wo Arthritis und Arthrose droht. Weitere Speicherorte sind die Nieren, Galle oder in der Blase, wo sie zu "Steinen" heranwachsen können. Selbst in den Blutgefäßen können sich Schlacken einlagern, wo sie zu Verengungen, Blutdruck und im schlimmsten Fall zum Schlaganfall führen können. Doch das Problem ist nicht nur die Einlagerung der Schlacken im Organismus, sondern auch der stattfindende Verschleiß an basischen Mineralstoffen (Säure wird mit Hilfe von basischen Mineralstoffen wie z.B. Calcium oder Magnesium neutralisiert), was langfristig zu einem chronischen Mineralstoffmangel führen kann. 

Entgiften: Zunehmende Umweltbelastungen und schädliche Rückstände in unseren Nahrungs-mitteln konfrontieren unseren Körper permanent mit Giftstoffen. Insbesondere die Einlagerung von Schwermetallen wie Quecksilber im menschlichen Gewebe kann zu langfristigen Schäden führen, die von Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Depression, Herzerkrankungen, Verdauungs- und Schilddrüsenproblemen, über Hauterkrankungen bis hin zu Alzheimer und Krebs reichen. 

Mikronährstoffe: Vitamine und Mineralien haben unendlich viele Aufgaben in unserem Körper. Sie schützen ihn in Form von Antioxidantien vor Eindringlingen wie Bakterien, Parasiten, Pilzen, Umweltgiften und werden auch als Bausteine beispielsweise bei der Blut- und Knochenbildung benutzt. Sie stabilisieren unsere Nerven und sind an sämtlichen Stoffwechselprozessen beteiligt. 

 

Da ein großes Thema des Seminares auch der unerfüllte Kinderwunsch, mit der Problematik des jahrzehntelangem Schlucken der Pille seit Jugendjahren, war - passend dazu:

 

  •  Pille, nein Danke! 

Es ist schon echt erschreckend wie bedenkenlos Gynäkologen die Hormonpille verschreiben. Selbst jungen Minderjährigen Mädels werden mit dem Hauptgedanken an eine pickelfreie Haut chemische Hormone verschrieben. Das hatte ich dazumal mit 17 Jahren selbst so erlebt und bin wahnsinnig froh, das bei mir die Diane 35 nicht in dem Ausmaß wie angepriesen gegen Akne half. Nach nur sechs Monaten wieder abgesetzt. Meine Pillenzeit war verhältnismäßig kurz, nur von 15-17 Jahren.

 

Doch warum ist die Pille so bedenklich?

Mit Einnahme der Pille unterdrückst Du Deine eigene Geschlechtshormonproduktion und Du hast keinen natürlichen Zyklus mehr. Die über die Pille verabreichten empfängnisverhütenden Hormone (Östrogen und Gestagen) unterdrücken den Eisprung und verhindern den vollständigen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und verdicken den Schleim im Muttermund. So können keine Spermien mehr zur Eizelle gelangen und eine Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter ist unmöglich. Doch diese Fremdeinwirkung hat ihren Preis: erhöhtes Risiko für Thrombose, Lungenembolie, Herzinfarkt, Schlaganfall, Stimmungsschwankungen, Depression und Libido-Verlust. Nix was ich persönlich als angemessene Nebenwirkungen eines Medikamentes tolerieren kann. Interessant und absolut neu, darüber hatte ich mir tatsächlich noch nie Gedanken gemacht, waren für mich im Fachseminar die dokumentierten Fallbeispiele der Frauen, die nach jahrelanger Pilleneinnahme schwanger werden wollten. Nicht so einfach für einen Großteil der Frauen wieder zu einem natürlichen Zyklus zu finden und die Hormone wieder ins Gleichgewicht kommen zu lassen, um überhaupt schwanger werden zu können. Ich denke darüber machen sich die wenigsten jungen Mädels Gedanken und die Gynäkologen klären viel zu selten über hormonfreie Alternativen auf. Pharmaindustrie halt. 

 

Nun zurück zur Anfangsfrage "Warum nehme ich nicht ab?"

Zum einen kann einfach nur sein, das Du mehr isst wie Dein Energieverbrauch hoch ist. Oder vielleicht hast Du auch schon einige Diätversuche hinter Dir mit Minimalkalorien, dann fährt Dein Stoffwechsel schön auf Sparflamme. Oder Du kannst ganz unbewusst zu viele Kalorien in Form von (Frucht) Zucker zu Dir nehmen, wie z.B. Smoothies, Saftschorlen oder Limos. Oder es sind wirklich Deine Hormone aus dem Gleichgewicht geraten: das Verhältnis Progesteron zu Östrogen in der Perimenopause oder Du hast eine Schilddrüsenunterfunktion entwickelt, die nicht gut eingestellt ist oder vielleicht ist durch zu viel Stress Dein Cortisolspiegel zu hoch, auch da lagert sich das Fett an ungeliebten Stellen an. Du siehst, es gibt einige Möglichkeiten. Möchtest Du etwas verändern, dann rate auch ich Dir: Basics First! mit täglicher Bewegung und Krafttraining und check Deinen Lifestyle. Stress, egal in welchem Bereich Deines Lebens, dauerhaft zu wenig Schlaf und schädliche Umwelthormone sind auch Killer für ein gesundes Leben. Ändere etwas, dann passiert auch was! Du verlierst das Körpergewicht was Dich stört und Deine Energie steigt wieder.


 

Hier findest Du ein paar einer Amazon Link Empfehlungen zum Thema:


 

Hast Du Fragen zu einer Dir unerklärlichen Gewichtszunahme oder kommst Du trotz mehr Bewegung und Sport nicht wirklich runter von Deinem erhöhten Körpergewicht?

Dann melde Dich doch einfach bei mir: Pia Scherenberger - Personal Training

Entweder per Telefon: 0172 3261418 oder mittels unverbindlichem Kontaktformular. 

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Mit diesem BLOG versuche ich mit Irrtümern, Mythen aufzuräumen. Interessiert es Dich folge mir auf Facebook oder melde Dich für meinen Newsletter an, um keinen weiteren Post zu verpassen. 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0